Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist eine einjährige Pflanze aus Südamerika. Es gibt rankende und buschige Sorten. An einem sonnigen bis halbschattigen Platz im Beet oder Topf liefert sie farbenfrohe, essbare Blätter, Blüten und Samen. Ihr leicht scharfer Geschmack passt gut in Salate und verfeinert Kräuterbutter oder -topfen. Die Blüten schmücken süße und pikante Speisen. Knospen und unreife Samen lassen sich als „falsche Kapern“ in Essig einlegen. Schnecken lassen sich ausgewachsene Kapuzinerkresse nicht schmecken – Blattläuse, Erdflöhe und Kohlweißlingsraupen hingegen schon. Im Gemüsegarten kann sie daher gezielt zur Ablenkung dienen. Auch als blühende Unterpflanzung auf der Baumscheibe von Laubbäumen macht die farbenfrohe Alleskönnerin eine gute Figur. Kapuzinerkresse ist frostempfindlich. Ab März kann sie im Haus in torffreier, magerer Erde vorgezogen werden. Ab Mitte Mai wird sie ausgepflanzt oder direkt ins Freie gesät. Die Samen kommen 1-2 cm tief in die Erde, da sie zu den Dunkelkeimern zählt. Im gut vorbereiteten Beet wird gar nicht, im Topf nur sparsam gedüngt – sonst gibt es viele Blätter, aber weniger schmackhafte Blüten.
Tipp für Pädagoginnen und Pädagogen: Auf der Plattform www.lernenimgarten.at gibt es zahlreiche Methoden und Materialen für den Unterricht – darunter zur Kapuzinerkresse im Jahreslauf. Weitere Möglichkeiten, den naturnahen Schul- und Kindergarten-Garten als vielseitiger Erlebnis- und Lernraum zu nutzen, vermittelt die „Natur im Garten“ Fachtagung Gartenpädagogik am 30. Mai 2026 auf der GARTEN TULLN – Anmeldung und weitere Infos HIER.
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